Adobe kündigt zur NAB Show 2026 einen neuen Adobe Premiere Color Mode in der Beta an. Der Modus ist als eigener Grading-Arbeitsbereich direkt in Premiere integriert und soll Farbkorrektur ohne den Wechsel in externe Tools ermöglichen. Auf Systemen mit NVIDIA GeForce RTX oder NVIDIA RTX PRO nutzt er GPU-Beschleunigung und arbeitet erstmals mit 32-Bit-Farbtiefe.
Die Oberfläche ist auf einen aufgeräumten, reaktionsschnellen Arbeitsablauf ausgelegt. Ein großer Programmmonitor steht im Mittelpunkt und gibt unmittelbares visuelles Feedback bei Anpassungen. Eine Clip-Grid-Ansicht zeigt die Entwicklung über mehrere Shots in einer Sequenz, um Konsistenz zwischen Szenen und einen einheitlichen Look im Projekt zu erleichtern.
Die Bedienelemente sind in Module für einzelne Aspekte des Color Gradings gegliedert. Mehrere Module können gleichzeitig aktiv sein. Zu jedem Regler gehört ein eigenes Heads-up-Display, das kontextbezogene Hinweise liefert, ohne die Oberfläche zu überladen.
Da Color Grading zu den rechenintensivsten Aufgaben in der Postproduktion gehört, laufen laut NVIDIA alle Anpassungen auf NVIDIA GPUs. Dazu zählen bidirektionale Regler, Multi-Zone-Tonal-Shaping und gestapelte Farboperationen. Das soll Wiedergabe, Iteration und visuelles Feedback beschleunigen.
Editoren können mit bis zu sechs Luminanz-Anpassungszonen arbeiten und gehen damit über die üblichen Bereiche für Highlights, Midtones und Shadows hinaus. Dadurch sind feinere tonale Eingriffe im Bild möglich. Die Visual Scopes reagieren kontextabhängig auf das jeweils gewählte Werkzeug, während HUD-Overlays direkt in den Scopes anzeigen, wie sich Anpassungen auf das Bild auswirken.
Das System arbeitet vollständig mit 32-Bit-Farbtiefenpräzision. Damit soll die maximale Farbtreue erhalten und unerwünschtes Clipping vermieden werden. Farben lassen sich bei Bedarf weiterhin gezielt clippen. Color Styles können auf Sequenz-, Clip-, Reel- oder benutzerdefinierter Gruppenebene angewendet werden.
Neben Premiere nennt NVIDIA auch ein Update für Project G-Assist. Der On-Device-KI-Assistent erhält ein erweitertes Erkennungssystem für Gaming-Einstellungen und ein verbessertes Wissenssystem, um Empfehlungen und Anpassungen für Esports- und AAA-Spiele präziser zu machen. Zusätzlich kann G-Assist mehr Systemeinstellungen steuern, darunter NVIDIA DLSS Overrides, Smooth Motion, RTX HDR, Digital Vibrance und Encoder-Einstellungen über die NVIDIA App.
Im weiteren Überblick verweist NVIDIA auf zusätzliche Updates für RTX AI PCs, darunter Präsentationen zu generativer KI und Videobearbeitung auf der NAB, Unterstützung von OpenClaw über LM Studio auf NVIDIA GPUs, eine mit Unsloth verbundene Leistungssteigerung beim Fine-Tuning auf NVIDIA GPUs um 15 Prozent, Optimierungen für Googles Gemma-4-Modelle auf NVIDIA-Hardware sowie eine neue Eye Contact Correction in Wondershare Filmora auf Basis von NVIDIA Broadcast Eye Contact.
