Adobe, NVIDIA und WPP erweitern ihre strategische Zusammenarbeit, um agentische KI in den Mittelpunkt von Marketingprozessen in Unternehmen zu stellen. Die gemeinsamen Systeme sollen Planung, Erstellung, Produktion und Aktivierung von Inhalten über kreative Produktion und Customer-Experience-Orchestrierung hinweg unterstützen, ohne Kontrolle, Governance oder Markenintegrität aufzugeben.
Die Zusammenarbeit bündelt dafür drei Bereiche: Adobes Plattformen für Kreativ- und Customer-Experience-Anwendungen samt des neuen Adobe CX Enterprise Coworker, WPPs Medien- und Marketingkompetenz sowie NVIDIAs beschleunigte Computing- und Software-Stack mit NVIDIA Nemotron Open Models, NVIDIA Agent Toolkit und der sicheren Laufzeitumgebung NVIDIA OpenShell für den Aufbau und Betrieb sicherer agentischer KI-Systeme.
Wenn solche Agents mehrstufige Workflows orchestrieren, auf sensible Daten zugreifen und Aktionen über Marketing-Stacks hinweg auslösen, benötigen Unternehmen klar definierte Regeln für zulässige Abläufe. Mit der NVIDIA-OpenShell-Laufzeit arbeitet jeder Agent in einer sicheren, isolierten Umgebung. Das soll unternehmensgerechte Kontrolle, Konsistenz und Auditierbarkeit über den gesamten Marketinglebenszyklus hinweg ermöglichen, einschließlich überprüfbarer Policy-Verwaltung.
In solchen kontrollierten Umgebungen können Unternehmen zentrale Workflows und Intelligence-Services innerhalb ihrer Trust Boundary halten. Dazu gehört auch die sichere Einbindung von Adobe CX Intelligence als Teil von Customer-Experience-Agents.
Adobe entwickelt im Rahmen der Zusammenarbeit Kreativ- und Marketing-Agents, die markenkonforme Assets erzeugen, anpassen und versionieren können. Der Adobe CX Enterprise Coworker orchestriert nachgelagerte Customer-Experience-Workflows von der Personalisierung bis zur Aktivierung und verbindet damit Content-Erstellung und Kundenansprache.
Für die Ausführung setzt die Zusammenarbeit auf NVIDIA OpenShell als Policy-basierte, containerisierte Sandbox. Sie ist darauf ausgelegt, Abläufe kontrolliert, beobachtbar und auditierbar zu halten, damit Unternehmen lang laufende agentische Workflows On-Premises oder in der Cloud einsetzen können.
Für die Inhaltserstellung verweist NVIDIA auf Adobe Firefly Foundry, das durch NVIDIA-KI-Infrastruktur beschleunigt wird. Organisationen sollen damit benutzerdefinierte Modelle auf proprietären Assets fein abstimmen können, damit Agents kommerziell nutzbare Inhalte in großem Maßstab und im Einklang mit der Markenidentität erzeugen können.
Zudem ist Adobes cloudnative 3D-Digital-Twin-Lösung jetzt allgemein verfügbar. Sie basiert auf NVIDIA-Omniverse-Bibliotheken und OpenUSD. Die 3D-Digital-Twins dienen als persistente Produktidentitäten, die Agents nutzen können, um die Erstellung hochwertiger Inhalte über Formate, Märkte und Konfigurationen hinweg zu automatisieren und zu skalieren.
NVIDIA beschreibt diese kontrollierten Umgebungen als Guardrails, die KI-Abläufe beobachtbar und auditierbar halten und verhindern sollen, dass das System außerhalb der unternehmensspezifischen Daten- oder Markenregeln handelt. Eine Live-Demo des CX Enterprise Coworker auf Basis von NVIDIA Agent Toolkit, OpenShell und Nemotron-Modellen soll in der Keynote des zweiten Tages des Adobe Summit am 21. April gezeigt werden.
