OpenAI und AWS erweitern ihre strategische Partnerschaft, damit Unternehmen OpenAI-Funktionen in ihren AWS-Umgebungen nutzen können. Zum Start in der Limited Preview umfasst das drei Bereiche: OpenAI-Modelle auf AWS, Codex auf AWS und Amazon Bedrock Managed Agents, powered by OpenAI.
OpenAI bringt seine Modelle, darunter das nach eigener Darstellung beste Frontier-Modell GPT‑5.5, auf Amazon Bedrock. Kunden können damit OpenAI-Modelle in AWS zusammen mit den dort bereits genutzten Services, Sicherheitskontrollen, Identitätssystemen und Beschaffungsprozessen einsetzen. Laut OpenAI soll das sowohl neue KI-Anwendungen als auch in bestehende Produkte eingebettete Intelligenz und agentische Workflows unterstützen, die schlussfolgern, Aktionen ausführen und komplexere Geschäftsprozesse unterstützen.
Für Unternehmen soll damit ein durchgehender Weg von Experimenten bis zur Produktion innerhalb der AWS-Umgebungen entstehen, in denen bereits wichtige Workloads laufen. OpenAI beschreibt dies als Nutzung innerhalb bestehender Infrastruktur-, Sicherheits-, Governance- und Procurement-Workflows auf AWS.
Auch Codex wird auf AWS verfügbar. Nach Angaben von OpenAI nutzen inzwischen mehr als 4 Millionen Menschen Codex pro Woche. Teams setzen es über den gesamten Softwareentwicklungszyklus hinweg ein, etwa zum Schreiben von Code, zum Erklären von Systemen, zum Refactoring, zum Erzeugen von Tests und zur Modernisierung älterer Codebasen. Darüber hinaus werde Codex zunehmend auch für Recherche, Analyse und dokumentenbasierte Arbeit verwendet, etwa durch die Anbindung an Alltagsanwendungen und -werkzeuge zum Zusammenfassen von Quellenmaterialien oder zum Erstellen von Briefings, Foliensätzen und Tabellen.
Codex ist laut OpenAI die eigene Frontier-Coding-Harness und Produktsuite. Unternehmen können Codex nun mit OpenAI-Modellen betreiben, die direkt über Amazon Bedrock bereitgestellt werden. Firmen mit AWS-Commitment und Bedrock-Zugang können laut OpenAI damit ohne zusätzliche Hürden den Coding-Agenten und die zugehörigen Produkte nutzen. Dafür wird Codex so konfiguriert, dass Amazon Bedrock als Provider verwendet wird. OpenAI nennt dabei unternehmensrelevante AWS-Eigenschaften wie Sicherheit, Abrechnung und hohe Verfügbarkeit. Sämtliche Kundendaten werden über Amazon Bedrock verarbeitet, und berechtigte Kunden können die Codex-Nutzung auf ihre AWS-Cloud-Commitments anrechnen lassen.
Codex auf Bedrock ist in der Limited Preview verfügbar. Die Konfiguration über die Bedrock API startet mit Codex CLI, der Codex-Desktop-App und der Erweiterung für Visual Studio Code.
Zusätzlich führen die Partner Amazon Bedrock Managed Agents, powered by OpenAI, ein. Damit sollen Unternehmen fortgeschrittene Agenten in ihren AWS-Umgebungen bereitstellen können. Die Agents können nach Darstellung von OpenAI Kontext aufrechterhalten, mehrstufige Workflows ausführen, Werkzeuge verwenden und in komplexen Geschäftsprozessen Aktionen durchführen.
Bedrock Managed Agents soll Unternehmen helfen, schneller von Experimenten in die Produktion zu kommen, während Entwicklung und Betrieb an bestehende Infrastruktur-, Sicherheits- und Betriebsstandards auf AWS angebunden bleiben. OpenAI hebt hervor, dass Bereitstellung, Tool-Nutzung, Orchestrierung und Governance durch den Dienst übernommen werden und Integrationen in Amazons Sicherheits- und Compliance-Kontrollen bereits enthalten sind.
Die erweiterte Partnerschaft mit Amazon zielt laut OpenAI darauf ab, fortgeschrittene KI in Produktionsmaßstab in Unternehmen einzusetzen. Mit OpenAI-Modellen, Codex und Managed Agents auf Amazon Bedrock sollen Kunden KI in Anwendungsentwicklung, Software Engineering und agentischen Workflows innerhalb ihrer bestehenden AWS-Prozesse nutzen können.
